Was sind Microlot Kaffees?

Klein & besonders fein: Microlot Kaffee aus kolumbianischer Familienwirtschaft

Unsere Kaffeesorten sind ausschließlich Microlot-Ernten, und zwar nicht nur wenige Tonnen pro Jahr, sondern maximal vier Säcke jährlich ergibt die Ernte jeder dieser Kaffeesorten. Unsere Geisha-Varietät kam sogar nur auf 100 Kilo. In ihre bescheidene Ernte investiert die Familie dafür ihr ganzes Können und ihre lange Erfahrung. Was das ausmacht? Beim Cupping können Sie deutlich riechen und schmecken, wo die Kaffeepflanzen angebaut wurden, Aromen von Früchten wie Himbeeren, Zitronen, Panela oder Kakaobohnen wahrnehmen - fast so, als würde der Kaffee lebendig sein! Anbau und Verarbeitung sind traditionell und handwerklich. Die Bauern, Frauen und Männer, erlernten ihr Handwerk von kleinauf von Eltern und Großeltern und stecken ihre volle Hingabe und Leidenschaft in diese Pflanzen. Sie verzichten auf Spritzmittel und nutzen stattdessen die Kraft der Pacha Mama, die Möglichkeiten von Mutter Erde. Sie selbst übernehmen die komplette Verarbeitung nach der Ernte und wählen nur die aller besten Kaffeekirschen aus. Manche von ihnen nehmen am Cup of Excellence teil, dem wichtigsten internationalen Wettbewerb für Spezialitätenkaffees. Großunternehmen interessieren sich nicht für sie - es lohnt sich nicht. Doch so landet ihr Kaffee nie in Deutschland. Mit unserem Projekt erhält endlich der Bauer die Anerkennung für seine Arbeit.

 

Mikrokaffees sind die wertvollen und einzigartigen Resultate winziger Familienfincas. Hier bauen die Menschen auf nur wenigen Hektar Fläche Kaffee an, wenn überhaupt. Deshalb unterscheiden sich die Minifincas immens vom industriellen Kaffeeanbau, der 99 Prozent des gesamten Kaffeeanbaus ausmacht. Sinngemäß rührt das Wort Mikro-Lot-Kaffee vom Lot her - dem alten Ausdruck für eine Gewichtseinheit. Und genau darum geht es: Kleinste Kaffeeernten garantieren erlesenen Kaffeegenuss. Die Familien produzieren jährlich oft nur ein paar Säcke ihres einzigartigen Kaffees - in unserem Fall nicht mehr als 350 Kilo, also etwa fünf große Säcke, oft sind es einige Tonnen. In diesen Kaffee aber fließt ihr ganzes Herzblut, ihre Leidenschaft und ihr Können. Die limitierte Ernte pflücken sie von Hand und verarbeiten sie persönlich weiter - mit traditionellen und einfachen Techniken, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Die Anbauer wissen genau um die Witterungs- und Wachstumsbedingungen ihrer Anbauflächen. Sie arbeiten bewusst im Einklang mit der Natur und der Gemeinschaft. Ihrer strengen Qualitätskontrolle entgeht nichts - nur die reifsten Früchte gelangen werden geerntet. Die Fincas liegen oft in schwer erreichbaren Bergfarmen in 2000 Metern Höhe. Der Kaffee wird für sie zur Existenzgrundlage und sie erhoffen sich, dass ein Käufer ihre Arbeit genauso wertschätzt wie sie. Da sich die gesamte Familie liebevoll darum kümmert, erlangen die Bohnen herausragende Qualität. Sie lieben ihre Kaffee und das kann man schmecken!

Wenn das Microlot etwas ganz Besonders ist, dann wird es vom Cup-of-Excellence prämiert und über die Auktion versteigert. Dabei erreicht der Kaufpreis oft hohe zweistellige Dollarpreise für ein Kilo.