Das Kaffeeland Kolumbien

Kolumbianische Kaffeekultur - erfahre, was den Kaffee der kolumbianischen Kleinbauern ausmacht

Bestelle online Kaffee, Kakao, Panela-Vollrohrzucker & Feinkost aus Kolumbien - und erfahre, warum wir die kolumbianische Kaffeekultur so lieben!

Auf der Suche nach Kaffee aus Kolumbien? Wir importieren Feinkost und Kaffee aus Kolumbien von unseren Kleinbauern und ihrer Finca direkt vor Ort - alles zu 100 % in Eigenregie und ohne Großimporteure. Bei uns findet ihr die beliebtesten kolumbianischen Spezialitäten und alles zum Thema kolumbianische Kaffeekultur und kolumbianische Feinkost online! Warum wir unseren Juan & Jane Hochlandkaffee so lieben, erfahrt ihr hier:

 

Kaffee aus Kolumbien wächst in Höhenlagen von 1.000 bis 2.200 Metern heran – hier gedeihen die intensiven Arabica-Bohnen am besten. Kolumbien baut hinter Brasilien und Vietnam weltweit am meisten Kaffee an – sein Anteil an der weltweiten Ernte im betrug im Jahr 2017 knapp neun Prozent. Es sind die besonderen Höhenlagen, Wetter- und Bodenbedingungen, die Kaffee aus Kolumbien so außergewöhnlich machen. Daneben blickt das Land auf eine lange Kaffeetradition zurück, die vermutlich auf einen Jesuiten zurückgehen, der vor rund 300 Jahren die lokale Bevölkerung zum Anbau der Kaffeepflanzen brachte. Kaffee aus Kolumbien gehört zur Art Coffea arabica L. Er kam zu Beginn des 18. Jahrhunderts in das südamerikanische Land und wird aber seit etwa 170 Jahren kommerziell angebaut. Seit 1927 kümmert sich die „Federación Nacional de Cafeteros de Colombia“ (FNC) als Nicht-Regierungs-Organisation um die Qualität des Exportkaffees. Darin schließen sich mehr als 500.000 Kaffeebauern zusammen, die sogenannten Cafeteros. Seit jeher ist Kaffeeanbau ein fest verankerter, landwirtschaftlicher Zweig in Kolumbien - ein wichtiger Bestand der kolumbianischen Kultur, Tradition und Gesellschaft. Wie wichtig der Kaffeeanbau für viele kolumbianische Familien ist, verdeutlichen die folgenden Zahlen: Kaffee wird in Kolumbien auf ca. 870.000 Hektar angebaut und mehr als eine halbe Million Familien widmen sich dem Anbau. Insgesamt hängen wirtschaftlich etwa eine Million Kolumbianer vom Geschäft mit dem Kaffee ab - sie arbeiten auf den Fincas selbst, handeln damit, rösten oder verarbeiten ihn.

 

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Übrigens: Die gesamte Kaffeeproduktion Kolumbiens kommt auf etwa 12 Millionen Säcke à 60 kg (das sind ca. 720.000 Tonnen Rohkaffee). Ein Großteil daraus besteht aus der Varietät Caturra (43 %), gefolgt von der Sorte Colombia mit 26 %. Der Rest entspricht anderen, meist großen Sorten wie Tipica oder Bourbon.

 

Kaffee aus Kolumbien ist so divers und vielfältig wie seine bunt gemischte Bevölkerung, Kultur und Tradition. Die Kaffeeanbaugebiete liegen zwischen 1. bis 11. Längengrad nördlicher Länge und dem 74. bis 78. westlicher Länge. Zu den Regionen zählen u.a. die Departamente Antioquia, Boyaca, Caldas, Cauca, Cesar, Cundinamarca, La Guajira, Huila, Magdalena, Narino, Norte de Santander, QuindÌo, Risaralda, Santander, Tolima, Valle del Cauca und die Anden. Jede Kaffeeregion ist anders: Von den Andenregionen, in denen es nachts richtig kalt werden kann, im Südwesten bis hin zum heißen Norden rund um Norte de Santander gedeihen hier Kaffeepflanzen mit sanften und fruchtigen Nuancen heran. Das Besondere: Statt allein auf Massenproduktion in riesigen Kaffeeplantagen zu setzen, lebt in Kolumbien die Mischkultur. Viele Familien kümmern sich auf ihren Fincas um alles selbst. Sie setzen bis heute auf Handarbeit und bemühen sich bis ins Detail um ihre Sprösslinge. Die Mehrheit der Familien verzichtet völlig auf den Einsatz von chemischen Spritzmitteln und anderen unnatürlichen Düngern. Auch das Picking, das Pflücken der Kaffeekirschen, erfolgt per Hand.

 

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Es ist das feuchtwarme Klima in den Bergen, allen voran im Andengürtel, das mit Temperaturen von 17 bis 23 Grad das perfekte Wachstum für Arabica Hochlandkaffee befördert. Kolumbien ist zudem ein Land der Vulkane: Mehr als ein Dutzend Vulkane überziehen das ganze Land im Nordwesten Südamerikas. Unglaublich: Darunter sind sechs bis heute aktiv. Das Resultat ist eine einzigartige mineralstoffreiche Erde, die auch den Kaffeepflanzen Widerstandskraft und Nährstoffe verleiht. Zu den Anbaugebieten des Südens zählen übrigens Huila, Tolima und Nariño. Dieser Kaffee aus Kolumbien schmeckt erfrischend fruchtig mit einer ausgewogenen Säure, oft nach Panela und Beeren. Unser allererster Direktimport von Kaffee haben wir mit kolumbianischen Kleinbauern aus Nariño gemacht - ihre Spezialitätenkaffees haben uns einfach umgehauen. Sie sind etwas süßlich, haben diese unglaublich angenehme Eigensäure, die viel Geschmack verleiht, haben oft Noten von Kakao, Vanille und dunkler Schokolade.

Kaffee aus Kolumbien ist traditionell „washed“, d.h. meist in Maschinen auf der Finca gewaschen. Danach wird der Rohkaffee fermentiert. Dabei entwickeln die Kaffeekirschen allmählich Aromen und auch der Koffeingehalt steigt - es passieren Dutzende biochemische Prozesse innerhalb jeder einzelnen Kaffeebohne. Deshalb ist es auch so wichtig, dass der Cafetero sein Handwerk perfekt beherrscht, denn hier kann eine ganze Menge schief gehen. Zum Beispiel kann der Kaffee unter- oder überfermentiert sein und danach ziemlich unangenehm schmecken, wie gegärt. Normalerweise bleiben die Kaffeekirschen beim Kaffee aus Kolumbien für 12 bis 16 Stunden in Tanks für die Gärung des Schleims. Nach der Fermentierung folgen Trocknung, Häutung und die Sortierung nach Größen. Bei unserem Kaffee aus Kolumbien geschieht das in mühsamer Handarbeit – so kommen wirklich nur die reifen Kaffeekirschen in die Aufbereitung. In der Kaffeeaufbereitung werden unterschiedlichste Methoden angewendet. Das Equipment zur Kaffeeaufbereitung besteht u.a. aus Trichter, Pulper, Entmucilaginatoren, Tanks, Sortieranlagen, Sonnentrockner wie Parabolrinnen, Zelte, Terrassen, Innenhöfe und mechanische Trockner wie Silos sowie Schaufeln und Rechen zum Rühren von Kaffee. Die Ausrüstungen, Utensilien und Materialien werden stets sauber und in gutem Zustand gehalten. Die erfahrenen Cafeteros wissen genau, was ihr Kaffee braucht. Die Fédéracion de los Cafeteros achtet darauf mit Argusaugen, denn die kolumbianische Kaffeevereinigung möchte die Qualität des kolumbianischen Kaffees gewährleisten. Dennoch gibt es auch hier die klassische Massenware, bei der es vor allem auf Masse und Preise ankommt.

Juan & Jane Kaffee stammt aus einer kleinen Familienwirtschaft, in der sich teilweise vom Urenkel bis zur Uroma alle Familienmitglieder darum kümmern. Das Ergebnis ihrer Mühen schicken sie zum Cupping, wo dann mehrere unabhängige Kaffeeverkoster den Kaffee aus Kolumbien bewerten und ihre Punkte verteilen. Und nur, wenn auf der Finca bei der Saat, dem Anbau, der Ernte und Aufbereitung alles im richtigen Moment und zur richtigen Zeit vonstatten ging, entsteht ein echter Spezialitätenkaffee mit einer perfekten Balance aus Duft, Geschmack, Süße, Körper, Eigensäure und Abgang. Es lohnt sich, zumindest einmal einen Kaffee zu probieren, der so entstanden ist, wie es sein sollte - mit Zeit, Geduld, Erfahrung und Wissen.